Das Ziel von SecondLight

Stellen Sie sich vor, Sie genießen einen Abend in einem schönen und gemütlichen Restaurant bei einem Abendessen bei Kerzenlicht. Du hattest eine tolle Zeit, aber in dem Moment, in dem du das Restaurant verlässt und es schließt, werden die übrig gebliebenen Kerzen auf den Tischen gelöscht und weggeworfen, da sie für einen weiteren Tag nicht halten werden. Hier wurde die Idee von SecondLight geboren und wir, die wir dort saßen, entschieden, dass eine bessere Lösung für all diese Kerzen und die Umwelt notwendig ist.  

In Anbetracht der Tatsache, dass Kerzen meist aus Stearin und Paraffin bestehen - beides Ressourcen, die wegen ihrer Umweltauswirkungen heftig kritisiert werden - wussten wir, dass wir diese Kerzen nicht ungenutzt lassen konnten. Weitere Untersuchungen zeigten, dass der Kerzenverbrauch pro Kopf und Jahr allein in Deutschland bei rund 2,4 kg liegt. Da Kerzen kein Gebrauchsgegenstand sind und wir alle die Atmosphäre schätzen, die sie schaffen, schien es eine bequemere Lösung zu sein, um zu versuchen, Kerzenabfälle wiederzuverwenden, anstatt die Menschen davon abzuhalten, Kerzen überhaupt zu benutzen. Damit wurde die erste Säule unseres Projekts geschaffen.  

Aber wir wollten nicht nur das Umweltproblem der anfallenden Abfälle angehen, sondern unserem Projekt eine weitere Komponente als zweite Säule hinzufügen: Soziale Eingliederung. Jeder Zehnte in Deutschland ist vom Schicksal einer schweren Behinderung betroffen. Für einige von ihnen sind auch alltägliche Aufgaben ein Problem. Es ist das vorrangige Anliegen unseres Teams, Menschen mit Behinderungen zu stärken und das Bewusstsein für einen entscheidenden und oft unterschätzten Teil unserer Gesellschaft zu schärfen.  

Glücklicherweise gibt es Organisationen wie die Caritas mit ihren Werkstätten und Bildungszentren. Sie bieten Menschen mit Behinderungen einen großartigen Ort, um nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten zu arbeiten. Die zugewiesenen Aufgaben konzentrieren sich jedoch überwiegend auf die Teilefertigung. Es fehlen oft Produkte, auf die sich die Menschen mit Behinderungen beziehen können und von denen sie das Endergebnis sehen. Wie wir aus erster Hand erfahren haben, bietet die Herstellung neuer und farbenfroher Kerzen allein ein großes Gefühl von Leistung und Freude.    

Die dritte und letzte Säule von SecondLight beschäftigt sich mit den Gewinnen aus dem Kerzenverkauf. Wir sind sehr stolz darauf, die Caritas als lokalen und seriösen Partner für unser Projekt gewonnen zu haben. Wir konnten sie bereits mit Geld aus unserem ersten Kerzenverkauf unterstützen. Diese Gewinne wurden verwendet, um das Leben der Behinderten direkt zu beeinflussen: Die Caritas hat ein Hunde-Therapieprogramm, das für soziale öffentliche Institutionen wie sie selbst schwer zu finanzieren ist. Sie bieten auch therapeutische Maßnahmen an, die helfen, die Körperkontrolle und die motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Dies hilft den Menschen mit Behinderungen, unabhängiger zu werden und schafft für einige sogar die Möglichkeit, andere geeignete Arbeitsplätze zu finden. Die Existenz dieses Programms ist entscheidend, vor allem schwerbehinderte Menschen können ihre Spastik in der Nähe der Hunde entspannen und ihr Sozialverhalten ändern. Mit dem Geld, das durch den Kerzenverkauf verdient wird, sollen Förderprogramme wie diese Hundetherapien unterstützt werden.

SecondLight wurde vor zwei Jahren gegründet und wir sind begeistert von dem, was wir bisher erreicht haben. Wir haben einen einfachen, aber sicheren Recyclingprozess entwickelt, wir haben eine beeindruckende Fangemeinde in Social Media gewonnen und wir haben bisher rund 400 Kerzen auf verschiedenen Märkten und in einem lokalen Geschäft erfolgreich verkauft.

Offensichtlich bleibt uns noch viel zu tun: Unser Prozess ist nicht fehlerfrei, wir möchten bald eine Website erstellen und wir streben den Aufbau einer Logistikkette an.

 

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